Vortrag „Notfallhomöopathie - nicht nur für Kinder“ vom 12. Mai 2010
Wieder war der Andrang groß! Die Löwen-Apotheke hatte eingeladen und an die siebzig Interessenten – wie immer fast nur Frauen – waren gekommen. Gab es doch ein Thema, das besonders für junge Mütter interessant ist: „Notfallhomöopathie - nicht nur für Kinder“
Herr Stark, Heilpraktiker in Eltmann, stellte in seinem Vortrag zehn homöopathische Mittel eingehend vor. Die wichtigsten Eigenschaften dieser zehn Mittel werden nun beschrieben. Die Pflanzen- und Tierfotos stammen von wikipedia.de
Arnica montana (= Arnika) Stichwort: Stumpfe Verletzung
Arnica ist das Mittel der Wahl bei Verletzungen mit stumpfen Gegenständen, bei Quetschung, Verstauchung, Zerrung, Muskel- und Bänderriss, bei Schockzustand nach Traumen. Als Schocksymptom treten häufig Schwindel beim Augenschließen und Übelkeit beim Kopfheben auf. Auch bei starken arteriellen (=hellroten) Blutungen wird es eingesetzt, z. B. nach Operationen.
Der erfahrene Therapeut wendet Arnica auch bei Gehirn- und Rückenmarksverletzungen oder Trommelfellperforationen nach Knalltrauma an, vorausgesetzt die Modalitäten, d. h. die Umwelteinflüsse, die sich verschlimmernd oder bessernd auf das Allgemeinbefinden oder den Krankheitsprozess auswirken, stimmen mit dem Arzneimittelbild überein.
Hypericum perforatum (= Johanniskraut) Stichwort: Nerven
Hypericum kommt bei Nervenverletzungen zum Einsatz, auch bei Nervenquetschungen, Verletzungen am Steißbein, an Fingerspitzen und Zehen, nach Tierbissen, bei Narbenschmerzen, wobei immer der entlang der Nervenbahnen einschießende Schmerz typisch ist. Es wird auch nach Nervenzusammenbruch und bei Depressionen gegeben. Nachts und morgens und bei Kälte sind die Beschwerden stärker, Wärme, warme Getränke und ruhiges Liegen verbessern den Zustand.
Cantharis vesicatoria (= Spanische Fliege) Stichwort: Brennen
Die Spanische Fliege, ein bis zu 2 cm großer, grüner Käfer, der in Südeuropa und der afrikanischen Mittelmeerregion heimisch ist, kann bei Gefahr eine stark hautreizende, gelbe Flüssigkeit absondern. Cantharis wird in der Homöopathie bei Verbrennungen, Sonnenbrand, Insektenstichen, bei Mund- und Zungenbrennen nach scharfem Essen eingesetzt.
Apis mellifera (= Honigbiene) Stichworte: heiß, rosarot, geschwollen
Die Honigbiene hat ihr Einsatzgebiet bei schmerzhaften rosaroten, heißen Schwellungen, z. B. nach Bienestich, bei Gelenkverletzungen oder allergischen Hautreaktionen. Berührung und Wärme verschlechtern die Beschwerden, frische Luft, Bewegung oder ein kühles Bad bessern.
Rhus toxicodendron (= Giftsumach) Stichwort: Bänder und Sehnen
Rhus tox ist angezeigt bei Verletzungen von Sehnen und Bändern, bei Ischiasschmerz, Überstrecken, Überheben, Schmerzen nach Sturz und Verstauchung, auch bei Rheuma und Gicht. Die Schmerzen sind reißend mit Steifheit, werden durch Bewegung gebessert. Auch bei Bindehautentzündungen nach Schwimmbadbesuch kann Rhus tox hilfreich sein.
Staphisagria (= Stephanskraut) Stichwort: scharfe Schnitte
Bei scharfen Schnitten durch Messer, Glas, Papier, ebenso wie nach Operationen kommt Staphisagria zum Einsatz. Auch nach zahnärztlichen Eingriffen ist das Stephanskraut ein bewährtes Mittel. Vorherrschende Gemütslage: unterdrückter Ärger, muckt nicht auf, leicht beleidigt.
Calendula officinalis (= Ringelblume) Stichworte: Schürf- und Risswunden
Die Ringelblume ist ein bewährtes Mittel bei Schürf- und Risswunden, sowie bei Verbrennungen. Hier wird es als Salbe verwendet. Bei Muskel- und Bänderrissen empfiehlt sich die Anwendung als Umschlag. Auch Verletzungen am Stacheldraht oder an Dornenhecken kann man gut mit Calendula behandeln.
Ledum palustre (= Sumpfporst) Stichwort: Stich
Bei Verletzungen durch spitze Gegenstände wie Nägel, aber auch bei Zeckenbissen, Insektenstichen, allgemein Tierbissen ist Ledum palustre angezeigt. Typisch ist, dass die verletzten Körperteile bzw. die Einstichstelle sich kalt anfühlen.
Ruta graveolens (= Weinraute) Stichwort: Sehnen
Bei Sehnenverletzungen, Zerrungen, Verrenkungen, in der Akutphase bei Knochenbrüchen, bei Knochenhautentzündung wird Ruta verwendet. Bewegung und Liegen auf der schmerzenden Stelle verschlechtern die Beschwerden. Wenn die Augen nach Überanstrengung brennen wie Feuerbälle ist das eine Einsatzmöglichkeit für Ruta.
Symphytum officinale (= Echter Beinwell)
Im Gegensatz zu Ruta, das in der Akutphase bei Knochenbrüchen wirkt, fördert Symphytum die Kallusbildung im weiteren Heilungsverlauf. Typisch sind hierbei prickelnde Schmerzen an der Bruchstelle. Berührung, Bewegung und Druck verschlechtern das Befinden.
Herr Stark ging in seinem Vortrag noch auf viele weitere Details der besprochenen homöopathischen Mittel ein. Am besten kommen Sie zu unserer nächsten Veranstaltung am 28.09.2010. Bitte melden Sie sich an unter 09522-950395.









