Die Löwen-Apotheke hatte eingeladen und am 02.04.2009 kamen ca. 50 interessierte Zuhörerinnen zur Frühjahrsveranstaltung der naturheilkundlichen Vortragsreihe „Homöopathie für Frauen, Teil 2“.

Frau Dr. Stäbler konnte als Vortragende wiederum Frau Margit Kohler, Fachreferentin für Homöopathie, begrüßen, die kompetent, anschaulich und unterhaltsam die verschiedenen homöopathischen Mittel vorstellte.

Frau Dr. Stäbler (links) mit Frau Kohler

Zu Beginn zeigte Frau Kohler die Grenzen der Selbstbehandlung auf.
Wenn
• akute, ernsthafte Beschwerden vorliegen
• sich kein Erfolg nach kurzer Zeit einstellt
• sich Beschwerden wiederholen oder
• chronische Erkrankungen bestehen,

dann sollte ein erfahrener Therapeut oder homöopathischer Arzt zu Rate gezogen werden.

Aus aktuellem Anlass (erstmalig in diesem Jahr zeigte das Thermometer 20° an) griff Frau Kohler das Thema Heuschnupfen auf.

Allium Cepa ist das Mittel der Wahl, wenn die Nase läuft und läuft, und ein brennendes Sekret absondert. Die Oberlippe wird bald wund, die Tränenflüssigkeit ist allerdings milde.

An Apis mellifica sollte man denken bei Nesselsucht mit Quaddelbildung, heißen, geschwollenen Augen, ähnlich wie bei einem Bienenstich.

Arsenicum album bewährt sich bei scharfem, wässrigem Schnupfen, verstopfter Nase, meist rechts, schlechter nachts zwischen 24 und 2 Uhr.

Arundo das ist das Mittel, wenn Augen, Ohren, Nase und Gaumen jucken, die Nase bis zum Erstickungsgefühl verstopft ist, Ursache Luftverschmutzung.

gleich gehts los

Euphrasia, der Augentrost, hilft bei Bindehautentzündung, mit brennenden Tränen.

Galphimia glauca ist eines der wenigen homöopathischen Mittel, die prophylaktisch eingesetzt werden können. Wenn bekannt ist, dass eine Allergie auf z. B. Haselpollen besteht, empfiehlt es sich, 6 Wochen vor der zu erwartenden Blütezeit täglich 1 Gabe in D12 einzunehmen. Zur Akutbehandlung ist die D4 besser geeignet.

Bei Sabadilla steht heftiges Niesen im Vordergrund, der Hals ist wund, der Rachen trocken, der Kreislauf labil. Es besteht oft ein Verlangen nach heißen Speisen und Getränken.



Auch Schlafstörungen lassen sich gut homöopathisch behandeln.

Aconitum kann hilfreich sein, wenn Frauen öfters mit Herzklopfen, Angst, ja sogar Panik aus dem Schlaf aufschrecken.

An Ambra kann man denken, wenn man vor Sorgen nicht einschlafen kann, alles nur noch schwarz und trostlos sieht, erschöpft und hoffnungslos sich fühlt und zum grübeln neigt.

Ganz anders bei Cocculus: Hier ist der gestörte Schlaf/Wachrhythmus das Thema, sei es bei Kleinkindern, Schichtarbeitern oder beim Jetlag.

Aconitum

Coffea ist angezeigt, wenn man sich überreizt und aufgedreht fühlt, wie nach dem Genuss von zu viel Kaffee.

Treten Schlafprobleme nach einem frischen Kummer auf (Trauerfall, oder auch Liebeskummer), sitzt der seelische Schmerz wie ein Kloß im Hals, kann Ignatia gegeben werden, im akuten Fall stündlich.

Wenn Hektiker und Workaholics abends nicht herunter fahren können, lohnt ein Versuch mit Nux vomica.

Will sich der Schlaf bei körperlichen Überanstrengung nicht einstellen ist die Gabe von Sepia aussichtsreich, vor allem, wenn der Frauentyp passt (fühlt sich oft missverstanden, möchte perfekt sein, schafft es aber nicht, lässt niemand an sich herankommen, findet Besserung bei Tanz und Sport).

Bei stressbedingter Erschöpfung empfahl Frau Kohler Manuia, ein Komplexpräparat, anfangs 3-6 Tabletten täglich lutschen, dann 1-2 Tabletten täglich über 2-3 Wochen.

Auch unkomplizierte Blasenbeschwerden können homöopathisch behandelt werden:

Wenn beim Wasserlassen der letzte Tropfen brennt und häufig die Toilette aufgesucht werden muss, kann Apis eingenommen werden.

Cantharis ist durch ein intensives Brennen während des gesamten Wasserlassens charakterisiert, alles fühlt sich wund an und schmerzt.



Pulstilla

Dulcamara hat sich bewährt, wenn die Blasenbeschwerden durch Kälte und Feuchtigkeit entstanden sind, z. B. wenn im Schwimmbad der feuchte Badeanzug nicht gewechselt worden ist.

Causticum ist ein Mittel bei Beckenbodenschwäche und daraus resultierendem unerwünschtem Harnverlust.

Pulsatilla bei Blasenentzündung als Folge von nassen Füßen, mit plötzlichem starkem Harndrang hilft besonders, wenn die Frau vom Typ her zu Pulsatilla passt, also bei Frauen, die leicht am Wasser gebaut haben und Trost und Zuwendung suchen.

Abschließend wurde das Publikum um Vorschläge gebeten, welches Thema der homöopathische Vortrag im Herbst 2009 haben soll. Es waren Mittel zur Ersten Hilfe und Behandlungsmöglichkeiten von Wechseljahresbeschwerden im Gespräch. Sobald das Thema für den Herbstvortrag feststeht, werden Sie es hier auf unserer Homepage erfahren.

Falls Sie einen weiteren interessanten Themenvorschlag haben, benachrichtigen Sie uns bitte telefonisch unter 09522-950395 oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage.